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Die Ausgangslage war ein Jugendinformationszentrum in idealer Lage am Bahnhof, das aber seinem ursprünglichen Setting, entwachsen war.
Die komplexe Identität des 'aha' und sein umfassendes Leistungsangebot hat sich als anspruchsvolle Vermittlungsaufgabe gezeigt: Eine Suche nach einer neuen gestalterischen Identität.
Intensiver Dialog mit Nutzern - Workshops mit Jugendlichen und MitarbeiterInnen
Deshalb starteten wir einen intensiven Dialog mit den NutzerInnen. In mehreren Workshops mit Jugendliche und Mitarbeiterinnen wurden Funktionalität, Schwierigkeiten und Potentiale ausgelotet.
Maßnahmen - Räumliche Neuordnung und Erneuerung der Oberflächen
Der wichtigste bauliche Eingriff war sicher der Abbruch einer Innenwand gleich hinter dem Eingang, um den Raum zu öffnen und die Theke an einem zentralen Platz zu positionieren. Weiters wurde ein abtrennbarer Beratungsraum geschaffen, der aber auch Teil des Gesamtraums bleibt.
Der Boden wurde neu mit einem Kunstharzfließbelag beschichtet.
Die Möbel wurden zum größten Teil neu angefertigt und auf die aktuellen Bedürfnisse abgestimmt. Im Hinblick auf ein straffes Budget konnte aber auch etliches erhalten werden, wie die komplette Beleuchtung, aber auch die abgehängte Decke und die Fenster.
Gestaltungskonzept.
-Drei farbige Schleifen, ineinander verwoben bilden eine stimulierende und großmaßstäbliche Grundform. Alle Innenoberflächen jeweils in einem Farbton.
-Farbkonzept in Ergänzung zum neuen grafischen Erscheinungsbild
-Einzelmöbel mit Mobilitäts-Motiven
Als zentralen Schritt in puncto Gestaltung sahen wir vor allem die spürbare Erneuerung des gestalterischen Auftritts. Als Signal an das jugendliche Publikum, aber auch als Impuls für die MitarbeiterInnen wurde dem "aha" mit effektiven Maßnahmen ein räumliches Erscheinungsbild verliehen, das seine Arbeit unterstützt.
Präsenz nach außen
Außenwirkung, Wahrnehmbarkeit vom Bahnhofsplatz und die Markierung des Eingangs gelingen durch eine auskragende Wandscheibe als Kundenstopper und Logoträger. Die Fortsetzung der roten Schleife trägt die Farbigkeit hinaus auf den Vorplatz und holt dort als roter Teppich die Besucher ab.
Innen - Öffnung und Gliederung des Raumes
Drei räumliche Farbschleifen, die in einander verwoben sind verleihen dem Raum eine positive, visuelle Grundstimmung und einen sanft stimulierenden farbigen Hintergrundklang. Es entstehen mehrere Raumbereiche mit unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Ein heller und frischer Bereich am Fenster zur Strasse, ein gelbgrüner, konzentrierter Bereich zur Gartenseite, der bis in den Beratungsbereich führt. Auf der orangeroten Schleife liegen Eingang und Theke als erste Anlaufstelle, als aktiver Informationspunkt.
Farbgestaltung
Abgestimmt auf ein neues grafisches Erscheinungsbild
Das sorgfältig abgestimmte und markante Farbkonzept erzeugt eine positive, visuelle Grundstimmung. Der farbige Hintergrundklang schafft für die Vielfalt an Informationsmaterial einen kräftigen, aber ruhigen Hintergrund.
In Ergänzung zur eindeutigen Farbgebung des neuen grafischen Erscheinungsbildes haben wir für den Raum bewusst ambivalente Zwischenfarben ausgewählt, die je nach Tageszeit und Lichteinfall unterschiedliche Schattierung ergeben. Raum und Grafik ergänzen sich, stehen aber nicht in Konkurrenz.
Die monochrome Farbigkeit hebt die Inhalte hervor und bindet gleichzeitig die Fülle von Material zusammen.
Räumliche Dramaturgie durch Einzelmöbel mit assoziativen Mobilitäts-Motiven.
Empfang am Vorplatz - Begleitung in den Raum - Infosäule und Pinwand - Infotheke mit Ansprechperson.
Das Assoziationsfeld der Mobilität signalisiert Aufbruch, Veränderung, realisiert in
Detailmotiven und Materialien wie Motorradfussrasten oder Kistensperrholz
Der Veranstaltungstisch erinnert an ein abstraktes Landschaftsmodell, das mit seinen 'Geländeschuppen' aber gleichzeitig Übersichtlichkeit in der Informationsflut schafft.
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