Schloss Stuppach ist jener Ort, von welchem aus im Jahre 1791 der Auftrag an Mozart erging, das Requiem zu schreiben. Graf Franz Anton von Walsegg erteilte damals einen anonymen Auftrag. Anlaß war der Tod seiner geliebten, jungen Frau Anna.

Verschiedene Ebenen von Angebot und Eindringtiefe richten sich sowohl an Tagestouristen als Ausstellungsbesucher, als auch an ein Fachpublikum für Akademie- und Seminarbetrieb.

Geschichte Schloss Stuppach

Es ist das Stammschloss der Grafen von Wurmbrand-Stuppach. Die erste Nennung erfolgte 1130. Der dreigeschossige Bau erstreckt sich von SW nach NO (41 m Front-länge) und gehört verschiedenen Bauperioden an. Der Nordteil ab Eingang mit dem 18 m hohen, runden, mit Schlüsselscharten versehenen Eckturm bildet den mittelal-terlichen Kern (16. Jh.), der Westteil einschließlich der Kapelle stammt aus der Renaissancezeit (17. Jh.) und der Südteil ist aus der Barockzeit (18. Jh.). Ein- und Zubauten (Terrasse, Altane, Stiegenhaus im Innenhof...) wur-den in späterer Zeit vorgenommen. Das Gebäude enthielt rund 50 Räume, worunter 2 Säle waren. Die 36 Zimmer (blaues, rotes, gelbes, grünes ...) waren gut ausgestattet.

Doch mit dem Jahre 1936 setzte der Verfall ein: 1938 beherbergte es die Gauschule der SA, 1945 war die russische Feldbäckerei hier untergebracht, 1946 brach ein Ka-minbrand aus, der den größten Teil des Dachstuhles vernichtete und damit das Schloss zur Ruine werden ließ. Schloss und Herrschaft sind seit der Zwangsversteigerung im Jahre 1937 getrennt und haben verschiedene Besitzer. Von der Fa. Magnus Bau wurde 1990 mit der Re-novierung begonnen, welche derzeit von mehreren Besitzern weitergeführt wird.

Schloss Stuppach steht seitens der Privateigentümer als besondere Location für E-vents zur Verfügung. Neben Gala-Abenden, Empfängen und privaten Festivitäten können auch Seminare, Workshops und Präsentationen veranstaltet werden.

Der älteste Teil vom Schloss stammt aus dem Mittelalter. Im 17. Jahrhundert wurden die letzten Erweiterungen vorgenommen und die Burg zu einem prachtvollen Schloss umgewandelt. Das Schloss wurde in den späten 80er Jahren revitalisiert und war 1997 Standort für die Benefizveranstaltung und Welturaufführung des Schauspiels 'Mozarts Requiem - Spiel um die Entstehungsgeschichte'.

Am Fuße des Semmerings gelegen und umgeben von einer Parkanlage, liegt Schloss Stuppach - heute als 'Mozarts letztes Schloss' bekannt - in einer der geschichtsträch-tigsten Regionen Österreichs.

Im Jahre 1770 wurde Anna Magdalena Antonia von Flammberg geboren. Im zarten Alter von 16 Jahren heiratete sie im Jahre 1786 den Reichsgrafen Franz Anton von Walsegg in der Wallfahrtskirche Maria Schutz.

Als Sitz für seine junge Familie wählte der Graf Schloss Stuppach, dessen Schönheit sich weit herumgesprochen hatte. Besonders beeindruckend müssen die Parkanla-gen angelegt gewesen sein. Es wird über herrliche Ziergärten, Fasanengehege und Tiergärten mit Teich berichtet. Der Graf galt als sehr reich. Hierdurch war es ihm möglich, sich völlig seiner Leidenschaft - der Musik - zu widmen.

Er organisierte auf Schloss Stuppach zweimal wöchentlich Salonkonzerte, wo er nicht nur als Gastgeber sondern auch als Cello- & Flötenspieler auftrat und eigene Kompositionen vorstellte. Für seine junge Gattin hegte er eine tiefe Zuneigung. Be-sonders schwer traf ihn daher ihr plötzlicher Tod. Anna von Walsegg starb im Alter von 21 Jahren am 14. Februar 1791 auf Schloss Stuppach.

Aus diesem Anlass bestellte der Graf über seinen Verwalter Franz Anton Leitgeb a-nonym bei Mozart eine Totenmesse.

Trotz einer stattlichen Anzahlung gingen Mozarts Arbeiten am Requiem nur langsam voran. Graf Walsegg musste sogar mehrmals über seinen Verwalter urgieren. Auch der Gesundheitszustand von Mozart war zu diesem Zeitpunkt bereits stark angegrif-fen. Er soll den Verwalter des anonymen Auftraggebers als einen "geheimnisvollen grauen Boten" erlebt und ihn in Folge als Gesandten des Todes bezeichnet haben, der ihm den Auftrag erteilt hätte, eine Totenmesse für sich selbst zu komponieren. Dies mag auch einer der Gründe gewesen sein, weshalb er das Requiem nicht mehr vollenden konnte. Mozart starb am 5. Dezember 1791.