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10. Vorarlberger Wettbewerb für Menschengerechtes Bauen der VN-Redaktion und des Institut für Sozialdienste

Preisverleihung, Freitag 10. Dezember 2010

Der 10. landesweite Wettbewerb zum Thema "Menschengerechtes Bauen", von der Redaktion der Vorarlberger Nachrichten und dem Institut für Sozialdienste, ist erfolgreich abgeschlossen. Auch dieses Jahr wurden wieder 80 Projekte eingereicht. IfS und VN prämieren innovative Ideen und Initiativen. Dabei steht der Jubiläumswettbewerb ganz im Zeichen von innovativen Ideen und Initiativen zur Lebensraumgestaltung. Ziel ist es einmal mehr, ein öffentliches Bewusstsein für die Wichtigkeit barrierefreien Bauens zu schaffen.

Greber Hören Sehen

Greber Hören Sehen

Greber Hören Sehen

Greber Hören Sehen

Greber Hören Sehen

Greber Hören Sehen

Greber Hören Sehen

Greber Hören Sehen



















Preisträger

Greber Hörensehen

Hohenems 2009


Neugestaltung eines Optikergeschäftes

in historischem Bestand

Altbestand, Aufweitung

Den Besucher empfängt ein quadratischer Verkaufsraum, der zur einen Seite die optischen Brillen und drei Beratungstische bereit hält und zur anderen mit einer großen, hinterleuchteten Sonnenbrillenwand aufwartet. Daran anschließend, mit Blick nach allen Seiten, steht ein großer Tresen mit Kassa, einem Brillenabgabetisch und einem kleinen Servicecenter. Von dort gelangt man direkt in die Werkstatt oder entlang der Sportbrillen und Hörgeräte weiter zu den Untersuchungsräumen. Die tiefen Schaufenster sind nur durch halbhohe Präsentationselemente vom Verkaufsraum getrennt und können nach innen und außen bespielt werden. Die geringen Raumhöhen im Verkaufsbereich gleicht der Entwurf durch eine strukturierte Deckenlandschaft aus, welche den Raum zwischen den alten Holzbalken nutzt. Die in das Deckenraster „eingewebten“ Lichtbänder der Deckenleuchten und die insgesamt helle, leicht nuancierte Farbgebung beleben den Raum. Genauso wie die Decke ist auch der Raum in Schichten und Ebenen aufgelöst. Die Verkaufsregale werden als 15cm tiefer Körper an der Gebäudeaußenwand entlang geführt, lösen sich ab, bilden so den Zwischenraum der Werkstatt und folgen dem Wandverlauf entlang tief in den Raum.

Frei eingestellte mit Nussbaum furnierte Möbel gliedern die unterschiedlichen Verkaufsflächen.
Material, Licht und Textur spielen eng ineinander.

Farbraster

Der Bereich mit den sehr feinen Korrektionsfassungen wird durch ein optisches Spiel ergänzt. Einschnitte und ein regelmäßiges Lochraster, das auch zur Brillenpräsentation dient, lässt farbige Elemente durchblitzen, die sich mit der Bewegung des Betrachters subtil verschieben. Während in diesem Bereich Auflicht benutzt wurde, sind die Sonnenbrillen auf der gegenüberliegenden Wand vor einer mattweißen und hinterleuchteten Glasfläche präsentiert.

Drei Farben Weiß

Die räumliche Bewegung wird durch eine gezielte Nuancierung von hellen Farben und gebrochenen Weißtönen ergänzt. Von der maximalen Helligkeit der reinweißen Tischflächen setzt sich das körperhafte Möbelband mit einem  gedämpften Weißton ab. Dahinter erst zeigt sich in einem hellen Farbton die eigentliche Gebäudewand. Der Farbton Kürbis setzt den Akzent in der umlaufenden Griffleiste, an der historischen, gusseisernen Säule oder in den Polsterstühlen an den Beratungstischen. Dieses kräftige Gelborange taucht auch wieder im Raumeinschnitt zwischen Verkaufsraum und Behandlungsräumen auf, der als Wartebereich genutzt wird.

Behandlungsräume

Unter die vorhandene Balkenkonstruktion des Pultdachs im rückwärtigen Bereich ist ein ruhiger Raumkörper eingeschoben, der die beiden Refraktionsräume beherbergt. Auch ein Hörraum zur Behandlung steht zur Verfügung.
Die bestehenden Fenster und Belichtungsmöglichkeiten in der Halle konnten geschickt eingebunden werden, um eine optimale Beleuchtung mit Tageslicht zu erreichen, die formale Unstimmigkeit des 80er Jahre- Baus aber außen vor zu lassen.