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Das zeichnerische Element
Die
Ausstellung zeigt Arbeiten verschiedener Entwicklungsstufen, die
beispielhaft und subjektiv die zeichnerischen Elemente beinhalten. Sie
erfüllt jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, weder
im eigentlichen Werk, noch im Kontext der Ausstellung. Die
Künstler zeigen Einblicke, den Entstehungsweg zum Kunstwerk,
beschreiben mitunter den Gedankengang hin zu unterschiedlichen
Ansatzpunkten, die über das Zeichnerische, Beschreibende,
Entwerfende zum (angestrebten) Werk hinführen.
Zeichnen als Ursprung
„ Das Zeichnen, die elementare künstlerische Tätigkeit, zieht
Linien, die etwas umgeben und einschließen: jede Linie ist eine
Mandorla, in der sich ein dadurch geschütztes und umhülltes
Wesen befindet. Die Linie enthält alles, ob es sich um Form,
Dasein, Sinn oder Inhalt handelt. Daher ist sie auch der Grund und
Ursprung allen Erräumens.“ . . und weiter: „Das strahlende Antlitz
der Liebe ist der Ursprung der Kunst, sonst nichts, und die Linie zieht
das ergriffene Berühren nach.“ (Otto Antonia Graf: „Otto Wagner
III, Die Einheit der Kunst, Weltgeschichte der Grundformen“ Wien 1990,
p.13)
Die Baukunst als inniges Umfassen zu begreifen, das im Zeichnen seinen
Ursprung nimmt, begleitet unsere Entwurfsarbeit auf subtile Weise. Dies
wird immer deutlich, wenn aus dem Zeichnen, aus dem Ziehen von Linien
um eine Wesensform Raum entsteht. In der Vorstellung und
schließlich in der Substanz.
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