Hangkante als Thema

Der Erweiterungsbau des Bundesgymnasiums rückt an den nordwestlichen Grundstücksrand in Richtung Landhaus und unterer Stadt. Durch die Aufnahme des Verlaufs der Hangkante und der Richtung der unterhalb liegenden Gebäude ergibt sich eine Verdrehung von ca. 45° gegenüber dem Altbestand. Dies ermöglicht ein weitgehendes Freispielen und eine Differenzierung.
Der verdrehte Baukörper in der Tiefe des Raumes von der Gallusstraße aus gesehen, macht von dort aus die vorhandene Geländestruktur erst erlebbar. Der Verbindungsbau schiebt sich als schmaler Kubus an den Bestand.

Außenräumlich entstehen durch die Baukörperpositionierung auf dem Grundstück drei Bereiche:

Öffentlicher Zugangsbereich

Der Bereich auf der Westseite des Altbaus mit Parkmöglichkeiten verbindet die beiden Zugangswege zu einem Platz, der seinen Abschluss im erdgeschossigen Einschnitt des neuen Gebäudes findet.

Interner Schulhof mit Sportflächen

Die aufgeständerte Lerngalerie mit Verbindung  zum Altbau bildet auf der Ostseite einen Filter zum interneren Schulhof mit den Sportflächen. Die Situierung/ Positionierung der Sportflächen nimmt die beiden Richtungen der Gebäude nochmals auf und wirkt durch die Verschneidung als grafisches Spiel frei zwischen den Gebäuden.

Grünbereich mit Biotop

Der dritte Bereich ist der Grünbereich mit Biotop im Nordwesten, der schon als Teil des Parks wirkt.
Fassaden - Knick
Das leichte Ausstellen der beiden gegenüberliegenden Gebäudeecken um 3°, das im Innenraum begründet liegt, erzeugt auch im Außenraum eine subtile Verstärkung der Raumbildung.